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Montabaurer Vereine können nun Zuschüsse der Stadt beantragen

gepostet am 30.3.2021

Vereine aus Montabaur haben in diesem Jahr die Möglichkeit, spürbare finanzielle Unterstützung durch die Kommune zu erhalten. Voraussetzung ist ein Investitionsbedarf, der in einem Antrag dokumentiert werden kann.

Das entsprechende Formular haben der Stadtrat und Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland unlängst auf den Weg gebracht. Die Vereine haben nun einen Monat Zeit, die entsprechenden Unterlagen einzureichen. Dann wird der Stadtrat in öffentlicher Sitzung darüber entscheiden. Insgesamt stehen im Etat des Jahres 2021 hierfür 500.000 Euro zur Verfügung.

Die CDU-Fraktion im Stadtrat hatte im vergangenen Jahr beantragt, die entsprechenden Mittel in den Haushaltsplan aufzunehmen. Nachdem der Stadtrat dem Tennisclub Schwarz-Weiß finanzielle Unterstützung beim Bau eines neuen Clubhauses zugesagt hatte, war man sich im Rat einig, dass auch andere Vereine diese Chance erhalten sollen (unsere Zeitung berichtete). Zuletzt wurde nur noch über die Voraussetzungen für eine Förderung diskutiert. Die Kriterien stehen inzwischen ebenfalls fest.

Es ist richtig das die CDU den Antrag gestellt hat. Er wurde aber ihrerseits nur für Sportvereine gestellt. Die FWG hat diesen Antrag unterstützt , aber erst nachdem er auf unser Betreiben hin für alle Vereine gilt und nicht NUR für Sportvereine. Auch wurde auf Anregung der FWG geändert, dass ein Zuschussantrag nicht nur für Liegenschaften gestellt werden kann, sondern auch für sonstige Investitionen in dem Rahmen wie im diesem Artikel genannt.

Demnach muss es sich beim Antragssteller um einen gemeinnützigen Verein oder einen vereinsähnlichen Verband handeln, der seinen Sitz in Montabaur oder den Stadtteilen hat und mindestens seit fünf Jahren tätig ist. Bei geplanten Investitionen in Liegenschaften gilt darüber hinaus: Der Verein muss einen gültigen (Erb-)Pachtvertrag mit mindestens 25 Jahren weiterer Laufzeit haben. Maßnahmen können erst nach Zuschussbewilligung begonnen werden, es sei denn, ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn wird beantragt.

Wichtig ist der Kommune der Hinweis, dass keine laufenden Kosten gefördert werden. Zudem darf die Investition nicht dazu führen, dass der Verein künftig seine laufenden Kosten nicht mehr decken kann. Bezuschusst werden nur Maßnahmen, deren Finanzierung gesichert ist, heißt es in dem Antragsformular. Der Investitionsbedarf des Vereins oder Verbands muss mindestens 2000 Euro betragen. Die Stadt übernimmt maximal 30 Prozent der Kosten.

Stadtrat nennt Beispiele für eine mögliche Förderung

Die Voraussetzungen wurden bewusst etwas offener formuliert als in den ersten Diskussionen im Rat. Damals war noch ausschließlich von Investitionen in Liegenschaften die Rede. Der Stadtrat kam dann aber überein, dass auch andere Projekte förderfähig sein sollten.

Als Beispiel wurden in der Sitzung neue Instrumente für eine Ausbildung im Musikverein genannt. Nicht jeder Club benötige eine eigene Immobilie, hieß es. Auf ein hartes Punktesystem wurde bewusst verzichtet, da die Vereine ganz unterschiedliche und jeweils spezifische Rahmenbedingungen haben, wie die Kommunalpolitik anerkennt.

Gabi Wieland freut sich, dass alle Fraktionen des Rats dem Sonderprogramm zugestimmt haben. „Vereine sind ein ganz wichtiger Baustein im kulturellen, sportlichen und sozialen Leben der Stadt“, so die Stadtbürgermeisterin. „Sie schaffen ehrenamtlich attraktive Angebote für den Einzelnen und die Gemeinschaft.“ Da ihre finanziellen Mittel sehr begrenzt sind, seien größere Investitionen jedoch eine Herausforderung.

Die Kommune hat in den vergangenen Jahren schon viel Geld in ihre eigenen Liegenschaften gesteckt und plant derzeit weitere Millioneninvestitionen in Dorfgemeinschaftshäuser. Einen entsprechenden Bedarf gebe es aber auch bei Vereinen, die seit vielen Jahren einen unbezahlbaren Beitrag für die Gemeinschaft leisten, sagt Wieland.

„Viele Vereine mit Sitz in Montabaur haben vor Jahrzehnten eigene Gebäude errichtet, die nun dringend sanierungsbedürftig sind. Das können Vereine nicht aus eigener Kraft leisten. Außerdem ist es gerade in Pandemiezeiten kaum möglich, laufenden Investitionsbedarf zu decken. Der ist aber nötig, um das Vereinsleben wieder voll zum Laufen zu bringen.“

 

Unter www.montabaur.de gibt es ein Antragsformular, das bis 30. April per E-Mail an gwieland(at)montabaur(.)de oder per Post an Gabriele Wieland, Großer Markt 10, 56410 Montabaur zu senden ist.

(Quelle: https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/westerwaelder-zeitung_artikel,-finanzielle-unterstuetzung-montabaurer-vereine-koennen-nun-zuschuesse-der-stadt-beantragen-_arid,2241173.html)

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